Eine der grössten Residenzen Europas

Barockschloss Mannheim

Mannheim als Musenhof

Ein musikalischer

Kurfürst

Zeitgenossen beschreiben Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz als sehr intelligent und offen. Er liebte die Naturwissenschaften und Geschichte, Literatur, Musik und Theater. Mit seiner „Mannheimer Schule“ schrieb er Musikgeschichte.

Bildnis von Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz, Öl auf Leinwand, von Heinrich Carl Brandt,  1767; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Steffen Hauswirth

Der Kurfürst war Liebhaber deutscher Musikstücke.

Liebe zur deutschen Sprache

Bereits in den 60er-Jahren des 18. Jahrhunderts ließ Carl Theodor deutsche Musikstücke aufführen. Er liebte die deutsche Sprache. Deutsch war allerdings nicht seine Muttersprache, denn er war in der Nähe von Brüssel geboren und dort aufgewachsen. Der französische Botschafter bemerkte bei einer italienischen Oper, wie viel barbarischer diese in der deutschen Sprache klingen müsse. Carl Theodor widersprach ihm, indem er ihm das Stück höchstpersönlich auf Deutsch vorsang.

Hofmusik zur Perfektion gebracht

Carl Theodor, der selbst Flöte spielte, förderte die Musik an seinem Hof von Anfang an. Darin stand er in der Tradition seiner Vorgänger, der Kurfürsten Johann Wilhelm und Carl Philipp, die bereits Impulse für die Musik- und Theaterentwicklung gegeben hatten. Sein in Mannheim gegründetes Hoforchester zeichnete sich durch exzellente Musiker mit perfekter Spieltechnik aus. Das Orchester und die Mannheimer Komponisten bildeten die „Mannheimer Schule“, die zu Weltruhm gelangte und als Wegbereiter der Klassik gilt.

Im Schlosstheater in Schwetzingen veranstaltete der Kurfürst im Sommer zahlreiche Aufführungen.