Eine der grössten Residenzen Europas

Barockschloss Mannheim

Der Kurfürst feiert

Die prunkvolle

Hochzeit

Die Feierlichkeiten gelten als das größte höfische Fest in Mannheims Zeit als Residenz: Am 17. Januar 1742 heirateten Carl Theodor von der Pfalz und Elisabeth Augusta, die Enkelin des Kurfürsten Carl Philipp. Um die prunkvolle Hochzeit ranken sich viele Geschichten.

Feuerwerk vor dem Barockschloss Mannheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Urheber unbekannt

Feuerwerk vor dem Mannheimer Schloss.

Feuriger Empfang

Der Großvater der Braut, Kurfürst Carl Philipp von der Pfalz, hatte eine Schwäche für Prunk und Spektakel. So spottete ein französischer Botschafter 1741 über ihn, dass er mit 80 Jahren den Geschmack eines Zehnjährigen hätte. Dies machte sich auch bei der Hochzeit bemerkbar: Als der Kölner Erzbischof und Kurfürst Clemens August, der das Paar trauen sollte, in Mannheim eintraf, war die Straße mit Fackeln beleuchtet. Doch durch das heftige Abfeuern von Kanonen versank die Stadt im Rauch.

Rittersaal im Barockschloss Mannheim; Foto: Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg, Arnim Weischer

Schauplatz rauschender Feste.

Tanz im Rittersaal

Der achtzigjährige Kurfürst Carl Philipp konnte nur im Rollstuhl an der Hochzeit teilnehmen. Nach der Trauung gab es eine Opernaufführung und eine rauschende Ballnacht im Mannheimer Rittersaal. Der Kurfürst wollte nicht aufs Tanzen verzichten: Er ließ sich in seinem Rollstuhl zur Musik eines Menuetts herumfahren. Dabei verhielt er sich so temperamentvoll, dass ein Umkippen des Rollstuhls und damit der Sturz des erlauchten Fürsten gerade noch zu verhindern war.