Besucher im Schloss Mannheim

Prunkvoller Aufgang in das Hauptgeschoss

Das Treppenhaus mit Vorraum

Das Treppenhaus ist ein eigener großer Gebäudeteil und dem Schlossmittelbau vorgesetzt. Die zweiläufige monumentale Treppe führt vom Eingangsbereich in die Antisala, den lichtdurchfluteten Vorraum des Hauptgeschosses. Die prächtige Fresken- und Stuckdekoration beeindruckt noch heute.

Ausschnitt aus dem mittleren Deckengemälde im Treppenhaus von Schloss Mannheim

Ursprüngliche Deckenfresken gingen verloren.

Griechische Götter an der Decke

Die drei Deckenfresken des Treppenhauses schuf 1730 der berühmte Maler Cosmas Damian Asam (1686–1739). Sie gingen im Zweiten Weltkrieg verloren. 1956 wurden sie von Kunstmaler Carolus Vocke (1899–1979) nachgebildet. In der Mitte ist das „Urteil des Paris“ aus der griechischen Mythologie dargestellt. Die Seitenfresken zeigen die Göttinnen Juno und Venus.

Stuckrelief von Paul Egell im Haupttreppenhaus von Schloss Mannheim, um 1728

Feingliedrige Stuckbilder zieren das Treppenhaus.

Stuck vom Feinsten

Beeindruckend sind die feingliedrigen Stuckbilder, 1728 von Paul Egell (1691–1752) geschaffen. Dargestellt sind die vier Elemente sowie der Morgen und der Abend. Über der Tür zum Balkon ist die Allegorie der Fama, des Ruhms, zu sehen. Sie hält eine Kartusche mit den Initialen C(arl) P(hilipp) in den Händen. Abgebildete Kriegstrophäen wie Trommel, Krummsäbel oder Turban verweisen auf die militärische Laufbahn des Kurfürsten.

Zeremonieller Empfang im Treppenhaus von Schloss Mannheim

Genügend Platz für die Empfangszeremonie.

Empfangszeremoniell für hohe Gäste

Das prunkvolle Treppenhaus bot mit seiner zweiläufigen Treppe viel Platz für das Empfangszeremoniell, das im 18. Jahrhundert an den europäischen Höfen herrschte. Beispielsweise wurde ein Gast, seinem Rang und seiner Bedeutung entsprechend, entweder bereits vor dem Eingangsportal, im Treppenhaus oder erst in den Prunkgemächern im Obergeschoss empfangen.

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