Rittersaal von Schloss Mannheim

Herzstück der Residenz

Der Rittersaal

In der Mittelachse des Hauptgebäudes befindet sich der Rittersaal. Hier wurden die Versammlungen der Ritter des pfälzischen Hubertusordens abgehalten. Als großer Festsaal diente der repräsentative Raum glanzvollen Empfängen und höfischen Festen.

Rittersaal von Schloss Mannheim

Scheintüren dienten der Symmetrie.

Monumentale Architektur

Vom Treppenhaus führt eine doppelflügelige Tür in den prächtigen Rittersaal. Von den vier an den Schmalseiten angeordneten Türen führen zwei in die angrenzenden Appartements. Die beiden anderen sind Scheintüren, die nur der Symmetrie dienen – typisch für die Barockzeit! Fünf Fensterachsen ermöglichten den Blick in den heute nicht mehr vorhandenen Schlossgarten. Der Rittersaal wurde im Zweiten Weltkrieg stark zerstört und nach 1947 rekonstruiert. Noch heute beeindruckt seine Monumentalität.

Fürstliche Ausstattung

Das barocke Deckengemälde von Cosmas Damian Asam wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört. 1956 nutzte Carolus Vocke historische Fotos, um das Deckengemälde zu rekonstruieren. Dargestellt ist eine Göttertafel zu Ehren der Hochzeit von Peleus mit der Göttin Thetis. Paul Egell schuf die barocken Stuckaturen zwischen den Pilastern. Sie zeigen die Baukunst, die Musik, die Bildenden Künste und die Heilkunst. In den Ecknischen sind Marmorstatuen von Kurfürst Carl Theodor und seiner Frau Elisabeth Augusta aufgestellt.

Deckenfresko von Carolus Vocke im Rittersaal von Schloss Mannheim, 1956

Das Deckenfresko wurde 1956 nach alten Fotos von Carolus Vocke meisterlich rekonstruiert.

Bildnis des Kurfürsten Ruprecht III. aus der Ahnengalerie im Rittersaal von Schloss Mannheim

Kurfürst Ruprecht III. wurde zum König gewählt.

Die Ahnengalerie – ein Blick auf die Familie

Die Wände des Rittersaals schmücken Bildnisse von Kurfürst Carl Philipps Vorfahren. Zu seinen ruhmvollen Ahnen zählte er Ruprecht III. von der Pfalz, der von 1400 bis 1410 als deutscher König regiert hatte. Aber auch die Begründer der eigenen Linie Pfalz-Neuburg sowie seine direkten Vorgänger, der Vater Philipp Wilhelm und der Bruder Johann Wilhelm, sind dargestellt. Kurfürst Carl Philipp ist im Ahnensaal ebenfalls präsent: Über dem linken Kamin hängt sein würdevolles Porträt.

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