Als erstes Vorzimmer bildete der Trabantensaal im 18. Jahrhundert den Auftakt des „Kurfürstlichen Quartiers“, das bis in den Eckpavillon reichte. Bereits als Erbgroßherzogspaar hatten Stéphanie und Carl von Baden diese Seite des Corps de Logis bezogen. Nach dem frühen Tod ihres Gemahls (1818) war Schloss Mannheim Stéphanie als Witwensitz zugewiesen worden. Hier wohnte sie bis zu ihrem Ableben 1860. Den Trabantensaal nutzte Stéphanie ebenfalls als Vorzimmer. Neben dem Trabantensaal standen ihr der Blaue Salon, der Gelbe Salon und das Musikzimmer als offizielle Empfangsräume zur Verfügung. Kleinere Räume im westlichen Eckturm bildeten ihren privaten Wohnbereich: Salon, Schlafzimmer, Boudoir, „Ansprachzimmer“ und Vorzimmer.
Eine Besonderheit des Raumes ist die aufwendig gestaltete Stuckdecke mit szenischen Darstellungen aus der Mythologie von Carlo Pozzi. Sogar der berühmte Architekt Balthasar Neumann lobte 1723 nach einem Besuch im Mannheimer Schloss ihre Gestaltung. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Decke größtenteils zerstört. Sie konnte 1969/70 durch Volker Dursy anhand von Abgüssen wieder hergestellt werden. Der Deckenstuck des Trabantensaals bildete den Auftakt für die noch reicher gestalteten, heute nicht mehr erhaltenen Decken der folgenden Räume.
Der mit kunstvollen Intarsienarbeiten aufwendig gestaltete große Bibliothekstisch befand sich ehemals in der Hofbibliothek des Kurfürsten Carl Theodor und ist als Nachbildung heute hier aufgestellt. Das Original wurde, wie die gesamte Hofbibliothek, im Zweiten Weltkrieg zerstört.