(Beletage, Thronsaal)
Die königliche Gobelinmanufaktur in Paris plante eine Tapisserienfolge mit Szenen aus dem Leben Marc Antons und Kleopatras. Hierfür lieferte der Maler Charles Natoire 1741 verschiedene Entwürfe. Ursprünglich sollte die Folge sieben Teppiche umfassen, aber lediglich drei kamen zur Ausführung. Diese wurden 1755 nach Versailles transportiert, um sie König Ludwig dem XV. zu zeigen. Da dieser kein Interesse an den Stücken hatte, gelangten sie zurück in das Magazin der Gobelinmanufaktur. Hier sah 1780 Kardinal Rohan den „Einzug Marc Antons“ und erwarb das Stück zusammen mit der Jason-und-Medea-Folge. Anschließend teilte der Wandteppich das Schicksal der anderen Folge: Aus dem Nachlass Kardinal Rohans gelangte er in den Besitz des badischen Kurfürsten Karl Friedrich und wurde in Schloss Mannheim aufgehängt. Aus dem Besitz des Markgrafen von Baden konnten die Staatlichen Schlösser Baden-Württemberg die aus Mannheim stammenden Tapisserien zurück erwerben.