Highlights des Barockschlosses Mannheim

Tapisserie "Der Elefant" aus der Neuindien-Serie, 1773-1779

(EG, großer Saal, "Badische Zeit")


Tapisserie "Der Elefant"

Bewegte Szenerie vor fremdländischer Kulisse: Exotische Vögel, ein Pferd, ein Tiger, ein Rüssel schwenkender Elefant und dunkelhäutige Eingeborene unter Palmenzweigen und dichtem Grün bevölkern die Landschaft. Ein prächtiger gewebter Goldrahmen fasst die detailreiche Bildszene ein.

Die Tapisserie gehört zu der vierteiligen so genannten Neu-Indien-Folge, die das badische Fürstenhaus 1803 zusammen mit einer Anzahl weiterer Gobelins aus dem Nachlass des Kardinals Rohan erworben hat. Die Neu-Indien-Serie entstand zwischen 1773 und 1779 in der Pariser Gobelinmanufaktur Jacques Neilson nach Entwürfen des französischen Landschafts- und Tiermalers François Desportes (1661-1742). Die zugehörigen Tapisserien sind nicht als Darstellungen realer Kolonien zu sehen, sondern vielmehr als Kompositionen von exotischen und paradiesischen Motiven aus unterschiedlichen fremden Ländern. Die vier Stücke waren für ein Vorzimmer der Königin bestimmt. Nach 1914 wurden sie nach Karlsruhe überführt und gingen 1919 in das Privateigentum des badischen Markgrafen über. 1995 konnte das Land Baden-Württemberg die Tapisserien für Mannheim zurück erwerben.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook