Ursprünglich war der Raum das erste Vorzimmer des sogenannten „Kaiserlichen Quartiers“ – benannt nach einem Besuch Karl Albrechts von Bayern, der hier den Ausgang seiner Wahl zum römisch-deutschen Kaiser in Frankfurt abwartete. Als Vorzimmer eines „Königlichen Quartiers“ wurde der Raum 1804 vom schwedischen Königspaar bei einem längeren Aufenthalt in Schloss Mannheim genutzt. Das Erbgroßherzogspaar Carl und Stéphanie, das zwischen 1806 und 1811 Schloss Mannheim bewohnte, funktionierte den Raum als Speisezimmer um und ließ ihn neu ausstatten.
Heute kann man auf einer sechs Meter langen gedeckten Empiretafel das 130-teilige Großherzogliche Hofsilberservice aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts besichtigen. In den 1920er Jahren erhielt der Raum eine rote Damastbespannung, weshalb er häufig auch als Roter Saal bezeichnet wird.