Im 18. Jahrhundert war dieser Raum das zweite Vorzimmer des sogenannten „Kaiserlichen Quartiers“. Auch das schwedische Königspaar nutzte den Raum bei seinem Aufenthalt als zweites Vorzimmer (siehe Vorzimmer). Die Bezeichnung „Coursaal“ findet sich erst seit Mitte des 19. Jahrhunderts.
Anlässlich des Besuchs des schwedischen Königs Gustav IV. Wasa und seiner Gemahlin Friederike Dorothea, einer Enkelin des badischen Kurfürsten und späteren Großherzogs Karl Friedrich, wurde dieser Raum wie auch der benachbarte Thronsaal mit prächtigen Tapisserien der Jason-und-Medea-Folge geschmückt. Denn mit dem Wegzug des kurpfälzischen Hofes nach München 1778 waren unter anderem auch die kostbaren Tapisserien nach Bayern verbracht worden. Der badische Großherzog erwarb daher eine neue Serie an Tapisserien, um die bloßen Wände wieder standesgemäß zu bedecken. Die Neuerwerbungen wurden dazu den vorgegebenen Wandflächen angepasst, was auch ein Be- und Zerschneiden der Teppiche ohne Rücksicht auf Verluste beinhaltete.
Von der ehemaligen Sitzmöbelausstattung haben sich jeweils einige Musterstücke erhalten: ein Sofa im Rokokostil und zwei Sessel, die 1856 gefertigt wurden, sowie ein Konsoltisch und ein Pfeilerspiegel, die beide aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts stammen. Anhand dieser Stücke war eine Ergänzung der Raumgarnitur möglich.