Die Prunkräume

Großes Kabinett

Schloss Mannheim Großes Kabinett

Ursprünglich war der Saal mit gelbem Damast tapeziert und wurde „Gelbes Zimmer“ genannt. Da die Möbelgestelle wie auch die Rahmen der Supraporten aus getriebenem Silber waren, bezeichnete man ihn häufig auch als „Silberzimmer“. Anfang des 19. Jahrhunderts erfolgte eine Neugestaltung mit grünem Damast. Großherzogin Luise nutze ab 1856 den Saal bei Besuchen in Mannheim als Empfangssalon. Da die grüne Damasttapete „schon gewendet“ worden war, wie vermerkt wurde, ließ sie die Wände mit Tapisserien der Christus-Folge , die bislang das Audienzzimmer der schwedischen Königin geziert hatten, schmücken

Konsoltisch Großes Kabinett

Besondere Prunkstücke dieses Raums sind die beiden Konsoltische. Ihre reichhaltigen vergoldeten Schnitzereien weisen auf eine höfische Herkunft hin. So sind auf den rocaillegerahmten Bildfeldern unterhalb der Tischplatten Jagdszenen dargestellt. Am Kreuzungspunkt der Beinverstrebungen sind Trophäen-Gestecke zu sehen, die jeweils aus einem Helm mit Federbusch, einem Kanonenrohr und einem Köcher mit Pfeilen bestehen. Als Schnitzer für die beiden Konsoltische kommt Matthäus van den Branden (1717-1787) in Betracht, der seit den 1740er-Jahren Hofbildhauer in Mannheim war. Es ist belegt, dass van den Branden zahlreiche Schnitzmöbel für Kurfürst Carl Theodor gefertigt hat.

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Technische Beratung, Gestaltung, Konzept und Umsetzung: Ralf Gatzki und Friederike Rook