(EG, großer Saal, "Kurfürstliche Ausstattung")
Das kostbar geschnitzte und vergoldete Möbelstück ist einer von zahlreichen
Konsoltischen, die für den kurpfälzischen Hof angefertigt wurden. Vier
durchbrochene Balusterbeine in viereckiger, konisch zulaufender Form tragen die
reich verzierte Tischplatte. Die für die Rokokozeit typische üppige Schnitzerei
deutet auf die Mitte des 18. Jahrhunderts hin. Datiert ist das Möbel in die Zeit
nach 1742. Einen weiteren Hinweis auf eine Entstehung in der Regierungszeit Carl
Theodors geben die Initialen "EA" seiner Gattin Elisabeth Auguste im
Rautenmuster auf der Vorderseite. Die Auflistung des Konsoltischs im
Schlossinventar Karlsruhe deutet auf eine Aufstellung in der Karlsruher Residenz
hin. Später kam er ins Neue Schloss nach Baden-Baden, bevor er zusammen mit den
übrigen Kunstschätzen und großen Teilen des dortigen Schlossinventars 1995
versteigert wurde. Seit dem damaligen Rückerwerb durch das Land
Baden-Württemberg ergänzt er nun die museale Präsentation im Mannheimer
Barockschloss.