Highlights des Barockschlosses Mannheim

Das Großherzogliche Hofsilber

(Beletage, Vorzimmer)


Das Großherzogliche Hofsilber

Mit der Erhebung zum Großherzogtum und der Vermählung des Erbgroßherzogs Carl von Baden mit Stéphanie de Beauharnais, der Adoptivtochter Napoleons, war Baden in den Kreis der großen europäischen Herrscherhäuser eingetreten. Das bedeutete für den kleinen Staat unter anderem wichtige Repräsentationsaufgaben. Da es mit den Staatsfinanzen anfangs nicht zum Besten stand, bot sich erst nach Beendigung der Napoleonischen Kriege wieder Raum für die Finanzierung von Luxusgütern. So vergab 1823 der Nachfolger Carls, Großherzog Ludwig (1763-1830), den Auftrag für das Tafelsilber, nachdem Hofbeamte in Paris, dem führenden Handelszentrum von Silberwaren, einen geeigneten Produzenten gefunden hatten: Jean-Baptiste Claude Odiot (1763-1850), ein Mitglied der seit dem 17. Jahrhundert bekannten französischen Gold- und Silberschmiedefamilie. Mehrere europäische Kaiser- und Königshäuser bezogen von ihm seine kostbare Ware.

Hofsilber

Odiot fertigte große und kleine Terrinen, verschiedene Platten, Salzschalen, Saucièren und Teller mit hohem Feinheitsgehalt. Alle Teile wurden mit dem großen badischen Staatswappen mit Krone, flankiert von Löwe und Greif, versehen.

Zwischen 1828 und 1835 ließen Großherzog Ludwig und sein Nachfolger Großherzog Leopold (1790-1852) in ihren Karlsruher Hofsilberwerkstätten noch Kerzenleuchter, Vasen und Bestecke als wesentliche Ergänzungen der 130-teiligen Garnitur anfertigen.

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