Im Jahr 1763 wurde nach dem Vorbild der bayerischen Akademie der Wissenschaften die „Academia Theodora Palatina“ in Mannheim gegründet. Zunächst gab es zwei Fachrichtungen: Eine historische Klasse beschäftigte sich mit Landeskunde und erfasste die Altertümer. Eine naturwissenschaftliche Klasse betrieb vor allem physikalische und astronomische Studien. 1780, also erst 17 Jahre nach Gründung der Akademie, kam eine dritte, meteorologische Klasse hinzu.
Auf Betreiben des Jesuitenpaters Christian Mayer, Physiker und Professor für Astronomie an der Universität Heidelberg sowie Hofkaplan und Hofastronom, wurde 1772 der Grundstein für die Mannheimer Sternwarte gelegt und mit dem Bau eines Turmes neben dem Mannheimer Schloss begonnen. Nach ersten astronomischen Forschungen in Heidelberg und Schwetzingen konnten nun die Beobachtungen mit neuesten technischen Geräten von einem festen Gebäude aus durchgeführt werden. Kurfürst Carl Theodor unterstütze die Forschungen maßgeblich, indem er Gelder zum Ankauf von technischen Geräten zu Verfügung stellte – um technisch auf dem höchsten Stand zu sein, waren dies vor allem äußerst moderne und qualitativ hochwertige Geräte aus England.
Im Schloss zu sehen: ein Graphometer, ein Quadrant und ein Linsenfernrohr, das zum Altbestand der Mannheimer Sternwarte gehört.